150 Jahre DAV Würzburg

Feierlicher Festakt mit Blick auf Vergangenheit und Zukunft

27.02.2026

Mit einem feierlichen Festakt in der Zehntscheune des Juliusspitals in Würzburg hat die Sektion Würzburg des Deutschen Alpenvereins am Samstagabend ihr 150-jähriges Bestehen gefeiert. Musik, Grußworte, ein Vortrag, Jubilarehrung und ein festliches Buffet bildeten den Rahmen für einen Abend, der sowohl Rückschau als auch Zukunftsblick bot.

Prof. Dr. Norbert Menke, 1. Vorsitzender des DAV Würzburg, eröffnete die Veranstaltung und freute sich über das große Interesse. In seiner Begrüßung betonte er die starke Gemeinschaft der Sektion: „Der DAV Würzburg ist mehr als Gipfel und Höhenmeter – er steht für Natur und Zusammenhalt.“

Oberbürgermeister Martin Heilig knüpfte an dieses Leitbild an: „Hoch hinaus braucht starke Wurzeln,“ sagte er und lobte die tiefe Verwurzelung des Vereins in der Region. Die Stadt spricht sich positiv u.a. für den weiteren Ausbau des Kletterzentrums aus und freue sich, dass über die Arbeit des Vereins auch viele Jugendliche zum Klettersport finden. „Das stärkt den Gemeinschaftsgedanken,“ so Heilig.

Barbara Eichler, die als Vertreterin des DAV-Hauptverbands, des Nordbayerischen Sektionenverbands und des Zillertaler Arbeitskreises sprach, hob die Bedeutung des Umweltschutzes hervor. Am Beispiel der Vernagthütte verdeutlichte sie, wie sich die alpinen Bedingungen verändert haben: Wo früher der Zustieg über den Gletscher führte, zieht sich heute ein tiefer Graben durch die Landschaft. Eichler würdigte besonders das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder und überreichte der DAV-Bibliothek unter Leitung von Eva Kress einen umfangreichen Kartensatz als Geschenk.

Auch Helmut Radler vom Bayerischen Landessport-Verband (BLSV) gratulierte zum Jubiläum und überreichte einen Gutschein über 350 Euro.

Im Festvortrag erinnerte Dr. Albrecht Wördehoff  (Vortragswesen, DAV Würzburg) daran, wie unter Karl von Edel der DAV Würzburg seinen Anfang nahm und auch das Vortragswesen sich mit Beginn des Vereins als fester Grundstein etablierte. Es diente damals nicht nur der Unterhaltung, sondern hatte hohen informativen Wert und war essentiell für die Bildungsarbeit im Verein. Zugleich zeigte Wördehoff aber auch auf, wie Traditionen sich weiterentwickeln: Aus Rücksicht auf den Naturschutz verzichte man bspw. auf einige frühere Bräuche wie etwa das Sonnwendfeuer.

Auf dem Bild (von links): Prof. Dr. Norbert Menke (1. Vorsitz, DAV Würzburg), Barbara Eichler (Vertreterin des DAV-Hauptverbands), Helmut Radler (Bayerischer Landessport-Verband), Martin Heilig (Oberbürgermeister Würzburg), Manuel Sahlmüller (Jugendreferat, DAV Würzburg), Jutta Henzler (Finanzen und Personal, DAV Würzburg) und Dr. Tobias Kostuch (2. Vorsitz, DAV Würzburg).

Nach dem Festessen mit Buffet und musikalischer Begleitung folgte eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Perspektiven und Geschichten“, moderiert von Dr. Tobias Kostuch, dem 2. Vorsitzenden der Sektion. Im Gespräch mit Jutta Henzler (Finanzen und Personal), Manuel Sahlmüller (Jugendreferat) und Herbert Erk (Schriftführer) ging es um aktuelle Themen des Vereins und die Entwicklung des Würzburger Kletterzentrums. Diskutiert wurden die gestiegenen Ansprüche an Ausbildung und Sicherheit, die Bedeutung von Nachwuchsarbeit sowie die Perspektiven einer nachhaltigen Modernisierung.

Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Mitglieder, die dem Verein bereits seit 70, 60 oder 50 Jahren verbunden sind. Zum Ausklang trafen sich Gäste und Mitglieder bei einem Glas Wein und Musik – ein harmonischer Abschluss eines Abends, der die Geschichte der Sektion feierte und zugleich ihren Blick nach vorn richtete.