1 Becher Sauerrahm, 4 Eier und 6 Löffel Mehl

Tour der Familiengruppe durchs Karwendel

23.07.2026

Tag 1: Ankunft im Hinterautal

Gegen Mittag des 4. September 2025 trafen sich die Familien auf einem Parkplatz nahe Scharnitz im Hinterautal. Nudeln wurden gekocht, Kaffee aufgebrüht, und die Kinder erkundeten derweil einen nahe gelegenen, leicht in die Jahre gekommenen Bikepark. Dann hieß es: Rucksäcke auf, Taxifahrt zum Startpunkt – und los!

L. und M. erzählen: Wir fuhren mit einem Taxi zu unserem Startpunkt. Die Wanderung war nicht langweilig, denn wir mussten durch eine Kuhweide. In der Mitte der Wanderung war ein Fluss, in den die Kinder mit den Füßen reingegangen sind. Und am Ende war ein Brunnen da – dort konnten wir uns richtig erfrischen.

Am Karwendelhaus wurden die Familien herzlich vom Hüttenwirt empfangen. Doch bevor es ans verdiente Abendessen ging, sorgte ein unliebsamer Zwischenfall für einen ordentlichen Schreck: Beim Toben im Gelände zog sich eines der Kinder eine Platzwunde zu, die den Einsatz der Bergwacht erforderte. Leider musste der Nachwuchswanderer noch am selben Abend ins Krankenhaus, wurde dort genäht und war glücklicherweise bald wieder wohlauf. Für die verbleibenden Familien wurde es somit ein nachdenklicher Abend, bevor Erschöpfung und ein warmes Abendessen doch noch für Erholung sorgten.

Tag 2: Zur Falkenhütte – mit Gewitter im Gepäck

Der nächste Morgen empfing die Gruppe mit einer beeindruckenden Kulisse: Das Karwendelmassiv erhob sich direkt hinter dem Haus. Der Aufbruch zur Falkenhütte erfolgte etwas früher und zügiger als geplant, denn die Wettervorhersage kündete Gewitter für den Nachmittag an.

L. und M. erzählen: Die Wege waren schmal und holprig. Außerdem haben wir Murmeltiere und Gämsen gesehen. Wir kamen auch beim kleinen Ahornboden vorbei – und die Kinder liebten es, Steine in Kuhfladen zu werfen und kleine Gesichter anzubringen. Da hat es plötzlich angefangen, fürchterlich zu donnern und zu regnen. Leider mussten wir noch ein Stück laufen bis zur Hütte. Es war so schlimm, dass es sogar geschneit hat. Aber zum Glück sind alle gut angekommen. Danach haben wir uns umgezogen und dann war uns warm. Wir haben noch ein paar Spiele gespielt – dann war auch schon Bettgehzeit.

Was die Kinder in gewohnter Knappheit auf den Punkt bringen, war für die Erwachsenen ein durchaus anspruchsvolles Finale des Tages: Durchnässt bis auf die Haut, aber guter Stimmung, erreichte die Gruppe die Falkenhütte. Warme Kleidung, heiße Getränke und ein gemütlicher Hüttenabend mit Kartenspielen ließen die Strapazen rasch vergessen.

Tag 3: Aussichtsberg und Geröllabgang

L. und M. erzählen: Am nächsten Morgen gab es ein richtig leckeres Buffet. Los ging es mit einer Wanderung auf einen kleinen Berg. Wer wollte, durfte noch mit ins Tal laufen. Alle anderen blieben noch auf der Hütte.

Nach dem Gipfelausflug wanderte der größere Teil der Gruppe zurück zum Karwendelhaus um sich dort intensiv (und wie schon von unseren vorherigen Touren bekannt) einem alternativen Hüttenbauprojekt zu widmen. Einige Unerschrockene wagten aber noch einen kleinen Talabstieg ins Lalider Tal, um dort mit einer Kuhherde zu chillen und einen beeindruckenden Geröllabgang aus guter Beobachtungsdistanz zu verfolgen. Hier, an der Laliderer Wand kann man den durch Klimawandel begünstigten Erosionsprozess der Alpen hautnah erleben – typischerweise sind auch, wie wir uns erklären ließen, solche Felsstürze in den Folgetagen nach starken Regenereignissen zu beobachten.

Tag 4 & 5: Rückweg, Abstieg, und ein Rezept

Am nächsten Tag ging es dann bei schönstem Wetter wieder zurück in Richtung des Ausgangspunkts unserer Wanderung, der Karwendelhütte, wobei wir kurz vorher noch eine Herde Gemsen aus nächster Nähe beobachten konnten. Die letzte Nacht verbrachte die Gruppe noch einmal in uriger Hüttenatmosphäre, bevor es am folgenden Morgen ins Tal ging.

Eines muss allerdings geheim bleiben: das Kaiserschmarren Rezept, das uns die Fahrerin des Karwendeltaxis Mair zum Schluss doch noch verraten hat. Außer, dass der Kaiserschmarrn sehr fluffig wird, wenn man die Pfanne mit Öl oder Butterschmalz sehr heiß werden lässt, die geheimen Zutaten hineingibt, dann die Temperatur zurückdreht und den Deckel drauf macht. Aber mehr wird nicht verraten, Ehrenwort!

Ein herzlicher Dank gilt allen Familien für Begeisterung, Ausdauer und gute Laune: auch bei Gewitter und Schneeregen. Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Tour!

Bericht von L. & M. sowie Christian, Katharina und Franzi – Familiengruppe des DAV Würzburg