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<title>Sektion Würzburg des DAV</title>
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<meta name="author" content="Dirk Lang">
<meta name="keywords" content="DAV, Sektion Würzburg, Alpenverein">
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<table id="headline">
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 <td>Naturschutz</td>
 <td class="right"><img src="../_graphics/icons/icon_naturschutz.png"
      alt="Symbol Naturschutz" style="width: 32px; height: 32px; border: none;"
      title="Symbol Naturschutz" /></td>
</tr>
</table>
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<table cellspacing="0" width="100%">
<tr>
 <td class="tab free six"><a href="natur_und_umwelt.html">Natur & Umwelt</a></td>
 <td class="tab free six"><a href="natur_termine.php">Termine</a></td>
 <td class="tab free six"><a href="alpenkonvention.html">Alpenkonvention</a></td>
 <td class="tab sel six">NSG Grainberg-Kalbenstein</td>
 <td class="tab free six"><a href="via_alpina.html">Via Alpina</a></td>
 <td class="tab free six"><a href="natura2000.html">Natura 2000</a></td>
</tr>
</table>
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<h3>Naturschutzgebiet Grainberg-Kalbenstein</h3>
                <p>Über das NSG wurde eine Aktualisierung und Ergänzung im Auftrag der RegUfr. erstellt.<br />
                Hier die zusammenfassenden Ergebnisse:</p>
                <p><b>Das Naturschutzgebiet "Grainberg-Kalbenstein" gehört zu den einmaligen, unersetzlichen und eindrucksvollsten Trockenrasengebieten Unterfrankens, Bayerns und Deutschlands. Wegen seines enormen Artenreichtums und dem Vorkommen endemischer Arten sowie endemischer Pflanzengesellschaften erlangt es auch mitteleuropäische Bedeutung.</b></p>
                <p>Wegen seiner geologischen Sondersituation in Zusammenhang mit dem günstigen Klima und den geringen Niederschlägen zählt es zu den wenigen Gebieten Deutschlands mit natürlichen Trockenrasen, d.h. ein großer Teil der Trockenrasen kann von Gehölzpflanzen nicht besiedelt werden und diese sind daher nicht anthropogener Natur. Solche natürlichen Felsstandorte werden häufig - wegen ihres isolierten Vorkommens - von Arten besiedelt,die Relikte früherer Klimaperioden darstellen. Durch meist extensive Nutzungsformen an den Randbereichen der natürlichen Trockenrasengebietehat sich ein ausgedehnter Komplexlebensraum aus Felsfluren, Schotterflächen, Voll- und Halbtrockenrasen, thermophilen Gebüschen, Steppenheidewäldern, aber auch kleinparzellierte Weinberge und Kalkscherbenäcker auf Grenzertragsstandorten entwickelt. Das Arteninventar ist ebenfalls einmalig, beginnend von zahlreichen Pflanzen- und Tierarten, die hier ihren nördlichen Arealrand erreichen. Durch das lange Offenliegen der Hangpartien konnten sich sowohl endemische Pflanzenarten wie auch Pflanzengesellschaften entwickeln. Hierzu zählen das weltweit nur an zwei Stellen vorkommende Kalmut-Habichtskraut (Hieracium schmidtii ssp. kalmutinum) sowie die beiden endemischen Pflanzenformationen, der Faserschirm-Erdseggen-Trockenrasen (Trinio-Caricetum) und der Mainfränkische Gamander-Blaugrasrasen (Teucrio-Seslerietum). Von herausragender Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz sind die Flechten- (und Moos- ) gesellschaften in den Lücken der Trockenrasen mit insgesamt 98 Flechtenarten (davon 40% bedroht) und 70 Moosarten (davon 47% bedroht).</p>
                <p><b>Im Zusammenhang mit 530 nachgewiesenen Gefäßpflanzen, von denen 108 entweder auf der Roten Liste Deutschlands, Bayerns oder Unterfrankens geführt werden, hat das Gebiet des NSG "Grainberg -Kalbenstein" aus Sicht der Flora <i>internationale Bedeutung</i>.</b></p>
                <p>Zahlreiche nur in ausgesprochenen Wärmegebieten lebende Tiere, insbesondere aus der Gruppe der Insekten, finden im Naturschutzgebiet "Grainberg-Kalbenstein" in Unterfranken und Bayern eines ihrer letzten Rückzugsgebiete. Dies gilt z.B. für mehrere Arten, die auf der Roten Liste in den Kategorien "vom Aussterben bedroht" oder "stark bedroht" eingestuft sind. Beispiele hierfür sind der Schmetterlingshaft (<i>Libelloides longicornis</i>), der Lauer (<i>Tibicen haematodes</i>), die Italienische Schönschrecke (<i>Calliptamnus italicus</i>), der Schwarzfleckige Grashüpfer (<i>Stenobothrus nigromaculatus</i>), der Erdbockkäfer (<i>Dorcadion fulminator</i>), die Rote Mordwanze (<i>Rhinocoris iracundus</i>), der Segelfalter (<i>Iphiclidespodalarius</i>), die Berghexe (<i>Chazara briseis</i>), die Rostbinde (<i>Hiparchia semele</i>) und der Waldportier (<i>Brinthesia circe</i>). Auch aus anderen Tiergruppen, wie die der Spinnen, der Landmollusken, der Vogelwelt und den Reptilien sind zahlreiche vom Aussterben bedrohteArten aus dem Schutzgebiet bekannt.</p>
                <p><b>Insgesamt hat das Naturschutzgebiet wie auch die Erweiterungsflächen sowohl regionale, wie landes- und bundesweite Bedeutung für den Fortbestand zahlreicher Tierarten. Aufgrund der Anhäufung von Tierarten, die hier ihre absolute Nordgrenze erreichen, ist eine <i>mitteleuropäische Bedeutung</i> vorhanden.</b></p>
                <p style="font-size:10px;">Auszugsweiser Abdruck aus "Aktualisierung und Ergänzung NSG Grainberg-Kalbenstein" mit freundlicher Genehmigung der RegUfr.</p>
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